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Notre-Dame, Tadj Mahal und die Pyramiden durch 3D-Drucker auf dem Mond

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung  –  vulgo: FAZ  – berichtet ständig, unter der Anleitung eines Herrn Lindinger, über die bemannte Raumfahrt als einen realen Vorgang, ist somit irgendwelcher subversiver Umtriebe völlig unverdächtig und gehört ohnehin zu den gläubigen Wahrheitsmedien der Republik. Heute, am 1. Februar 2017, berichtet sie unter dem Kürzel „kho“ über eine wissenschaftliche Konferenz in Moskau unter dem Titel:

„Museen im Mond“

Die Wissenschaftler Alexander Bagrow und Alexander Pawlow – die beiden Alexander – haben dort folgende Vorschläge für die bemannte Raumfahrt vorgestellt, die hier nur in kürzester Form aufgelistet werden sollen, zusammen mit ein paar Kontextinformationen:

– Putin plant Wiederaufnahme der Flüge zum Mond.
Auf dem Mond soll ein Stützpunkt eingerichtet werden.
– Die Krisen auf der Erde machen es erforderlich, auf dem Mond ein Refugium für das Weltkulturerbe zu schaffen.
– Das Refugium soll auch vor dem Terror auf Erden schützen.
Unter der Oberfläche des Mondes sollen gigantische Tunnel angelegt werden.
– In den Tunneln sollen Gemälde, Skulpturen, Bücher und Handschriften gelagert werden.
– Das Refugium soll die Schätze vor Vandalismus, Bränden, Bakterien, Erdbeben und Klimakatastrophen bewahren.
– Bei der Anlage der Tunnel würden Bodenschätze wie Titan oder Helium gefördert.
Nichttransportable Kulturschätze wie Notre Dame, Tadj Mahal und die Pyramiden würden auf dem Mond durch 3D-Drucker als exakte Kopien aus Mondgestein angefertigt.
– Diese Schätze wären dort für Milliarden Jahre vor schädlichen Einwirkungen sicher.
– In 50 Jahren wird es „Verkehrswege“ zum Mond geben.
– Die beiden Alexander arbeiten schon seit Jahren an einem „Erde-Mond-Lift“.
– Künftig würden „Kunstreisen“ zum Mond auch für ausgewählte „Nichtmillionäre“ angeboten.
– Selbst Fachleute würden die Originale nur wenige Male in ihrem Leben sehen können.
– Das Refugium bietet sich auch für die Schätze der Reichen an.
– Investoren sind hochwillkommen.

Natürlich hätten alle Fachkundigen viele Fragen zu den Ideen, Vorstellungen und Vorschlägen der beiden Alexander. Aber heute ist keine Zeit, die Nachricht muß ins Netz!

Die beiden Alexander wissen, wie sie uns den Mund wässrig machen können. Hoffentlich bleiben unsere Wahrheitsmedien am Ball. Natürlich wollen auch wir einmal hinfliegen, allein schon um die bemannte Raumfahrt zu erleben. Als Nichtmillionäre müssen wir allerdings erst ansparen, und deshalb interessieren uns die endgültigen Preise und Termine lebhaft. Aber: werden wir in die „Auswahl“ kommen?

B., 1. Februar 2017

Postscriptum: Wenn Balthasar die obigen Nachrichten aus der Wissenschaft frei erfunden und ins Netz gestellt hätte, würde man ihn der bösartigen Verleumdung geziehen haben – und kein Wahrheitsmedium hätte berichtet. Gottseidank ist Moskau ihm zuvor gekommen – und den Wahrheitsmedien ist die Zunge gelöst!

Es wäre nicht ganz uninteressant zu erfahren, was sich „kho“ bei dieser Moskauer Posse gedacht hat?

Balthasar bekennt, daß er von allein sicher nicht darauf gekommen wäre. Wie das Leben und der Weltraum so spielen!

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